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Sublimationsdruck auf Textilien - unsere Erfahrungen

sublimationsdruck aus dresden
Sublimationsdruck ist ein Digitaldruckverfahren, welches seit einigen Jahren gern als Alternative zum herkömmlichen Textildruck eingesetzt und beworben wird. Ist das wirklich so? Wie sind unsere Erfahrungen und was kann Sublimationsdruck und was nicht?

Einleitung

Das Sublimationsdruckverfahren (oft auch als Digitaldruck bezeichnet) hat sich bei der Veredlung von Textilien mit vielfarbigen Motiven immer mehr durchgesetzt. Gern wird da von manchen Anbietern auch von wahren Bild- und Farbwundern gesprochen, wenn es um die Beschreibung des Motivausdruckes geht. Fast jedem von uns begegnen die so bedruckten Textilien. Beliebte Bereiche für die Umsetzung finden sich bei Sport, Mode, Business, Tourismus u.a. Ob als T-Shirts, Laufshirts, Radtrikots, Halstücher, Krawatten, Tischdecken, Fanschals, ja selbst als Kleider finden wir Textilien mit Motiven, die im Sublimationsdruck aufgebracht wurden.
Bei so viel Licht, gibt es da auch Schatten? Wenn man so möchte, ja: Sublimationsdruck funktioniert nur auf weißen Stoffen aus 100 % Polyester. Nicht anders. Punkt.

Ganz wenig Theorie - wie funktioniert Sublimationsdruck?

Keine Angst, Sie lesen hier keine umfangreiche Abhandlung. Wir geben nur einige Informationen zum Verständnis. Wie funktioniert also der Sublimationsdruck im Groben?
  1. Das sauber vorbereitete Motiv wird mit einer Spezialtinte auf ein Transferpapier (Sublimationspapier) gedruckt.
  2. Im zweiten Schritt wird der eigentliche Sublimationsvorgang ausgeführt. Das Transferpapier und das Trägermaterial (ein vorgeschrumpftes 100%-iges Polyestergewebe) werden gemeinsam durch eine Transferpresse geschoben, dem sogenannten Kalander. Dies erfolgt alles bei absolut konstanten Werten für Druck und Temperatur. Dabei wird die Sublimationstinte gasförmig und drängt in die leicht geöffneten Gewebestrukturen. Der Stoff wird eingefärbt.
  3. Nach Verlassen des Kalanders schließt sich das Gewebe und die Tinte ist komplett integriert. Der Farbauftrag ist nicht zu spüren.
Selbstverständlich sind die gesamten Abläufe etwas umfangreicher und komplizierter. Darum geht es hier aber nicht. Wichtig ist zu wissen, dass die Druckfarbe nicht auf den Textilstoff gedruckt wird (wie beim Siebdruck z.B.), sondern dass die Druckfarbe in das Druckmaterial eindringt.
Übrigens: wer zum Thema mal einen schönen Beitrag lesen möchte, findet ihn hier: sublimieren-und-resublimieren

Welche Textilien können bedruckt werden?

textilien mit sublimationsdruck
Wie schon einleitend geschrieben, funktioniert dieses spezielle Druckverfahren nur auf weißen Stoffen aus 100 % Polyester. Zwar gibt es immer mal Äußerungen von Anbietern, die auch von einem Polyesteranteil von unter 100 % schreiben, aber: vergessen Sie es!
Wer sauber bedruckte Stoffe wünscht, sollte also hier keine Kompromisse machen. Zum Glück bietet der Textilhandel auch immer mehr sublimationsgeeignete Textilien an. Zwar zeigen unsere Erfahrungen, dass man als Textildrucker hier im Vorfeld viel testen muss, aber für saubere Resultate und zufriedene Kunden gehört sich das wohl so.

Einsatzgebiete für den Sublimationsdruck

Wer sein T-Shirt mit einem einfarbigen Motiv bedrucken lassen will, wird kaum auf den Sublimationsdruck zurückgreifen. Anders aber bei vielfarbigen Druckmotiven. Gerade im Sport- und Freizeitbereich führt da kein Weg mehr an diesem Digitaldruck vorbei. Dabei ist die Umsetzung von Kundenwünschen nicht mehr allein auf das Bedrucken von Textilien beschränkt. Neben dem Veredeln von vorkonfektionierter Ware, z.B. Funktionsshirts von Hakro oder James & Nicholson, produzieren wir auch individuelle Artikel mit einem Allover-Sublimationsverfahren. Hierzu nehmen wir immer einen in der Grammatur dem Endprodukt angepassten weißen Basisstoff, bedrucken diesen wie oben beschrieben und schließen die Herstellung mit einer Konfektionierung ab. Wir zeigen Ihnen hier einige mögliche Varianten, wie sie von uns umgesetzt werden:
individuelle firmenkleidung

Vor- und Nachteile des Sublimationsdrucks

Wie immer so oft im Leben, wo die Sonne scheint, ist der Schatten nicht weit. Auch wenn es beim digitalen Druckverfahren Sublimationsdruck nicht ganz so arg ist. Die Vorteile überwiegen. Diese sind u.a.:
  • Farbverläufe sind jederzeit möglich
  • Fotos können ohne Abstriche gedruckt werden
  • Farbecht und kochfest
  • Resistent gegen UV-Strahlung
  • Sehr hohe waschbeständigkeit
  • Kein spürbarer Farbauftrag
  • Atmungsaktivität des Gewebes bleibt erhalten
  • Prinzipiell ab einem Stück produzierbar
Als Nachteile stehen eigentlich nur zwei im Raum. Die Voraussetzung ist immer weißer Polyesterstoff (100 %) und beim Motivdruck können Abdrücke durch das Aufpressen entstehen.

Was kostet Sublimationsdruck?

Wie schon im Abschnitt "Einsatzgebiete für den Sublimationsdruck" beschrieben, setzen wir den Sublimationsdruck ganz unterschiedlich ein. So werden sich die Kosten dafür auch unterscheiden. Werden wir als Druckdienstleister wie z.B. beim Bedrucken von vorkonfektionierten Textilien gefragt, fallen nur die druckspezifischen Druckkosten an. Anders, wenn wir völlig individuelle Produkte herstellen, wie Laufshirts, Halstücher oder Tischdecken. Hier ergänzen sich die Stoffkosten mit den Druckkosten.
Im ersten Fall staffeln wir die Druckpreise immer nach benötigter Fläche (50 qcm bis 900 qcm) und nach Anzahl. Im zweiten Fall haben wir Festpreise, die sich je nach Menge staffeln.
Auf jeden Fall erhalten Sie von uns immer ein aussagekräftiges Kostenangebot.

Fazit

Der Sublimationsdruck eignet sich besondere für den Druck von vielfarbigen Motiven auf Polyesterstoffe und Textilien aus 100 % Polyester. Die Einsatzgebiete dieses Spezialdruckverfahrens sind aber nicht nur auf Textilien begrenzt. Wer also beim nächsten Firmenlauf mit absolut individuellen Laufshirts antreten möchte, oder das Foto seiner Firma, Einrichtung oder Schule auf den Messetischdecken präsentieren möchte, der ist bei diesem Druckverfahren bestens aufgehoben.
Aber Vorsicht! Lassen Sie sich nicht einreden, dass mit diesem Druck auch eine Veredlung von Mischgeweben oder Baumwolle möglich ist. Dafür eignet sich nur der Rasterdruck (ab ca. 200 Stück zu bedruckenden Teilen sehr preiswert) oder der Textildirektdruck. Letzterer erscheint uns allerdings nicht sehr kostengünstig.